Die Schweizer haben für viele Dinge die schöneren deutschen Begriffe. Was bei uns Müll oder Dreck ist, ist bei Schweizern Kehricht, ein Böögg ist ein Popel und wenn der doofe Deutsche in seiner umständlichen Art von einer eheähnlichen Gemeinschaft spricht, sagt der Schweizer Konkubinat dazu. Ein tolles Wort. Und wie komme ich darauf? Richtig – ich habe eine Konkubine. Zwar steht dieses Wort in unseren Breiten eher für eine Geliebte, aber völlig falsch ist es ja nicht. Sie(!) hat sich nämlich unser Zusammenleben beurkunden lassen und ist seit dem heutigen Tag um 8:05 Uhr in eine neue Ebene aufgestiegen. Sie(!) gehört nun dem erlesenen Kreis der Friedrichshainer an und stellt dabei gleich mal eine Besonderheit dar, weil Sie(!) der winzigen Gruppe hier lebender Menschen angehört, die gleichzeitig gebürtige Berliner sind. Ich freu mich wie Bolle. Darüber, dass Sie(!) sich endlich nicht mehr in der Küche verstecken muss, wenn es überraschend an der Tür klingelt, dass Sie(!) nun endlich mit meinem Auto fahren darf, darüber, dass es sicher nur noch wenige Monate dauert, bis der Hausmeister auch ihren Namen ans Klingelbrett geklebt hat und auf jeden neuen Tag mit ihr(!). Also, geliebte Konkubine - ig liäbe di.